Freiwillige Feuerwehr Scheden                           

Wir brauchen dich!   

Feuerwehr-Kameradschaft

1.Vorsitzender Helmut Beuermann

2.Stellvertertender Vorsitzer Ulrich Hartig



Die Chronik der Feuerwehr Scheden


Mit Stolz, Zufriedenheit und großer Freude kann die Freiwillige Feuerwehr Scheden in diesem Jahr auf ihr 70 jähriges Bestehen zurückblicken. 70 Jahre Freiwillige Feuerwehr bedeutet nicht nur eine stolze und bewegte Geschichte, sondern beinhaltet auch ständige Einsatzbereitschaft und Pflichterfüllung zum Wohle der Allgemeinheit. Dieses Jubiläum bietet in besonderer Weise Gelegenheit, Dank und Anerkennung allen Kameradinnen und Kameraden auszusprechen, die ihren persönlichen und freiwilligen Einsatz zur Rettung von Menschenleben sowie von Hab und Gut in den Dienst der Feuerwehr gestellt haben. Die Geschichte des organisierten Feuerlöschwesens beginnt in unserem Dorf bereits weit überhundert Jahre zuvor. Zu dieser Zeit verfügten die damaligen Gemeinden Oberscheden und Niederscheden bereits über Pflichtfeuerwehren. Aus dem Jahre 1882 wird berichtet, das die Oberschedener Spritze am 6.Oktober mittags um 1 Uhr zur Hilfe beim großen Stadtbrand in Dransfeld erschien. Die alte Niederschedener Spritze ebenfalls Baujahr 1882 ist bis heute erhalten geblieben. Zum Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ereigneten sich eine Reihe von Bränden, die letztlich wohl den Ausschlag zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr gaben. So brannte im Jahre 1894 die Koch´sche Mühle in Oberscheden, 1912 die Zuckerfabrik Oberscheden, 1924 die aneinander grenzenden Scheunen der Landwirte Karl Protte und Louis Beuermann in Niederscheden, 1925 das Wohnhaus Busch in Oberscheden und 1931 nochmals die Zuckerfabrik in Oberscheden nieder. Beim Brand der Zuckerfabrik 1931 erschien die Pflichtfeuerwehr Oberscheden ohne ihre Spritze, da diese sich, über hundert Jahre alt, in Reparatur befand. Hilfe eilte aus den anliegenden Orten herbei, jedoch waren wirksame Löschmaßnahmen erst möglich als die Feuerwehren aus Hann. Münden und Göttingen mit ihren Motorspritzen in das Geschehen eingriffen. Von der Leistungsfähigkeit dieser Geräte überzeugt, entschloss sich der Oberschedener Gemeinderat als Ersatz für die Handdruckspritze eine moderne Motorspritze zu beschaffen. So wurde 1931 eine Tragkraftspritze TS 6 der Firma Fischer Görlitz mit dazugehörigem Anhänger beschafft. Im Jahre 1934 entschlossen sich die Bürger der Gemeinde Oberscheden eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen, zu einer ordentlichen Gründungsversammlung kam es dann aber erst 2 Jahre später im Jahre 1936. Es fanden sich 23 freiwillige Männer zusammen. Erster Wehrführer wurde Schmiedemeister Theodor Stähly. Von der Zuckerfabrik konnte im Jahre1938 ein Mercedes PKW 6 Sitzer als Zugfahrzeug gekauft werden. Somit war die Oberschedener Wehr schon frühzeitig motorisiert. In Niederscheden kam es erst im Jahre 1940 zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Die frühzeitige Motorisierung bescherte der Oberschedener Wehr zahlreiche Einsätze nach Fliegerangriffen in der näheren und weiteren Umgebung. So wurde man im Oktober 1943 zu Einsätzen nach Fliegerangriffen nach Spiekershausen und Kassel, 1944 in Uschlag und schließlich 1945 in Oberscheden selbst eingesetzt. Der Angriff auf Oberscheden geschah am Karfreitag, dem 30. März 1945, es wurden 8 Anwesen in Brand geschossen. Der Anfang nach dem Krieg war nicht leicht. 1947 beschaffte die Gemeinde Niederscheden, welche zwischenzeitlich über eine Motorspritze TS 8 verfügte, einen gebrauchten Anhänger für ihre Freiwillige Feuerwehr. 1950 übergab die Gemeinde Oberscheden ihrer Freiwilligen Feuerwehr ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 Ford Ruhr mit Aufbau Greffenius als Ersatz für den alten Mercedes PKW. 1951 feierte man das 15 jährige Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Oberscheden nach und gründete im Festzelt den Kreisfeuerwehrverband Hann. Münden. Nachdem beim Brand des Wohnhauses von Frau Emmi Wagner am ersten Weihnachtstag 1953 die Tragkraftspritze der Oberschedener Wehr ausfiel, beschaffte die Gemeinde Oberscheden 1954 eine neue leistungsfähigere Tragkraftspritze vom Typ TS 8/8 der Firma Metz mit VW Industriemotor. Aufgrund der Initiative des damaligen Oberschedener Gemeindebrandmeister Emil Schröder wurde 1954 der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Oberscheden gegründet, er bestand aus 15 Spielleuten. Trotz seines erfolgreichen Wirkens wurde der Spielbetreib 1971 aufgrund von Nachwuchsmangel eingestellt. Die aus eigenen Mitteln, durch Auftritt des Spielmannszuges, beschafften Instrumente sollen bis heute erhalten geblieben sein. Bis 1958 wurde die Feuerwehr Oberscheden noch durch Hornisten mittels Feuerhorn alarmiert, in jenem Jahr installierte die Gemeinde Oberscheden eine Sirene auf dem Dach des Gemeindehauses. Somit hörte der Alarm mit dem Feuerhorn der Vergangenheit an. Im Jahre 1959 konnte die Freiwillige Feuerwehr Oberscheden ihr 25 jähriges Stiftungsfest feiern. Die Gemeinde Niederscheden beschaffte 1960 einen neuen Tragkraftspritzenanhänger mit einer neuen Tragkraftspritze TS 8/8 Firma Bachert. Im Jahre 1962 errichtete die Gemeinde Niederscheden auf dem Schulhof ein neues Feuerwehrgerätehaus für ihre Feuerwehr. Am 01.April 1964 vollzogen die Gemeinden Oberscheden und Niederscheden den Zusammenschluss zur Gemeinde Scheden. Für die Feuerwehr bedeutete dies, das man beschloss beide Feuerwehren weitere 5 Jahre getrennt weiter zu führen, allerdings sollten beide Ortswehren von einem Gemeindebrandmeister geführt werden. Zum ersten Gemeindebrandmeister der Gemeindefeuerwehr Scheden wurde Emil Schröder und zu seinem Stellvertreter Ewald Surup gewählt. 1965 wurde in Niederscheden eine Jugendfeuerwehr gegründet. Ein Jahr später gründete man auch in Oberscheden eine Jugendfeuerwehr. Wegen Erreichen der Altersgrenze musste im März 1967 ein neuer Gemeindebrandmeister gewählt werden, da Emil Schröder ausschied. Ewald Surup wurde neuer Gemeindebrandmeister, zu seinem Stellvertreter wird Karl Gieseler gewählt. Der eigentliche Zusammenschluss der Ortswehren von Ober- und Niederscheden zur Freiwilligen Feuerwehr Scheden wurde 1968 mit der Übergabe eines neuen LF 8 der Marke Mercedes Benz mit Bachert Aufbau vollzogen. Seit diesem Zeitpunkt wurde der gemeinsame Dienst im Feuerwehrhaus in Niederscheden geleistet. Das Dachgeschoss im Feuerwehrhaus wurde 1970 in gemeinsamer Arbeit zum Unterrichtsraum ausgebaut. Die ersten zwei Atemschutzgeräte ( Pressluftatmer ) konnten 1971 beschafft werden. Im März 1973 wird die Feuerwehrkameradschaft Scheden gegründet, zum 1. Vorsitzenden wurde Karl Gieseler gewählt. Im selben Jahr wurde die Gemeinde Scheden als Mitgliedsgemeinde Bestandteil der Samtgemeinde Dransfeld. Die Samtgemeinde Dransfeld zeichnet sich seit diesem Zeitpunkt als Träger des Feuerschutzes verantwortlich. Somit wurden die Freiwillige Feuerwehr Scheden als Ortsfeuerwehr Scheden Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr der Samtgemeinde Dransfeld. 1977 bestimmt die Samtgemeinde Dransfeld, das die Ortsfeuerwehr Scheden zur Stützpunktfeuerwehr ausgebaut wird. Dies geschah auf der Grundlage der Mindeststärkeverordnung für die Freiwilligen Feuerwehren im Niedersächsischen Brandschutzgesetz. Aus diesem Grund muss ein Tanklöschfahrzeug beschafft werden. Da im Gerätehaus im Ortsteil Niederscheden weder der nötige Platz noch die Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen um die erforderlichen Gerätschaften und Fahrzeuge unterbringen zu können, muss zunächst ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden. Im Jahre 1981 wird der Ortsfeuerwehr Scheden durch die Samtgemeinde Dransfeld das neue Feuerwehr- und Sporthaus in der Straße Am Heiferbach übergeben. Somit stehen neben zwei geräumigen Fahrzeughallen auch ein großer Unterrichtsraum, eine Küche sowie Toiletten zur Verfügung. Das 50 jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr wird im Jahre 1984 gefeiert. Aus diesem Anlass werden die Gemeindewettkämpfe der Samtgemeinde Dransfeld, sowie die Kreisverbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Göttingen in Scheden abgehalten. Der alte Tragkraftspritzenanhänger wird in Eigenleistung zum Ölwehranhänger umgebaut, Grund sind die häufigen Öleinsätze der Wehr. Neben dem 20 jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Scheden im Jahr 1985, welches mit einem Spiel ohne Grenzen begangen wird, vollzieht sich 1985 auch ein Führungswechsel in der Schedener Wehr. Nach 18 Jahren als Ortsbrandmeister steht Ewald Surup aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl. Neuer Ortsbrandmeister wird Walter Apel, zu seinem Stellvertreter wird Wolfgang Albrecht gewählt. Am 27.02.1987 wird der Ortsfeuerwehr Scheden endlich das langersehnte Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 8/18 Allrad der Firma Iveco Magirus, durch die Samtgemeinde Dransfeld übergeben. Im selben Jahr werden noch eine Motorsäge, eine hydraulische Rettungsschere, ein Schornsteinbrandgerät, sowie 9 Funkalarmempfänger beschafft. Damit war aus der Ortsfeuerwehr Scheden eine Stützpunktfeuerwehr geworden und die stille Alarmierung hatte Einzug gehalten. Die nächsten großen Veränderungen standen der Wehr Anfang der 90er Jahre bevor. Seit 1991 ist die Schedener Wehr mitzuständig für die ICE Schnellfahrstrecke der Deutschen Bahn AG, welche das Gebiet der Samtgemeinde Dransfeld durchquert. So mussten einige Kameraden am Tunnelrettungszug ausgebildet werden. Nachdem Walter Apel 1992 als Ortsbrandmeister wegen Erreichen der Altersgrenze nicht mehr zur Wahl stand, wurde Wolfgang Albrecht zum Ortsbrandmeister gewählt. Stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Helmut Beuermann. Für die neue Führung standen 1992 harte Prüfungen bevor, so mussten zwei Wohnhausbrände in Scheden, bei Stockmann und Sermond, bekämpft werden und zu allem Überfluß wurde das alte Löschgruppenfahrzeug LF 8 im August vom TÜV stillgelegt. Somit musste schnell Ersatz beschafft werden. Im Mai 1993 konnte ein neues Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8 mitZusatzbeladung für technische Hilfeleistung auf einem Mercedes Benz Fahrgestell mit Aufbau der Firma Schlingmann in Empfang genommen werden. Die Übergabe fand im September 1993 statt. Das 60 jährige Bestehen der Feuerwehr Scheden wurde 1994 mit einem „Tag der offenen Tür“ begangen und 1995 richtete die Jugendfeuerwehr anlässlich ihres 30 jährigen Bestehens einen Orientierungsmarsch aus. Aufgrund sich häufender Einsätze bei schweren Verkehrsunfällen wurde 1996 durch die Samtgemeinde ein Rettungsspreizer beschafft. Wolfgang Albrecht stellte sich 1998 nicht mehr zur Wahl als Ortsbrandmeister zur Verfügung, so wurde Helmut Beuermann zum Ortsbrandmeister gewählt. Stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Karsten Beuermann. Die Tragkraftspritze wurde im Jahr 2001 durch eine moderne Tragkraftspritze TS 8/8 EuroFire der Firma Iveco Magirus ersetzt. Die alte Pumpe hatte zu diesem Zeitpunkt 39 Jahre ihren Dienst versehen. Helmut Beuermann trat im August 2002 aus gesundheitlichen Gründen zurück, somit waren wieder Neuwahlen erforderlich. Zum neuen Ortsbrandmeister wurde Karsten Beuermann und zum Stellvertreter Thorsten Meyer gewählt. Mit der Ernennung der neuen Führung wurde der Schedener Wehr auch ein neuer Ölschadensanhänger übergeben. Damit war der letzte große Ausrüstungsgegenstand welcher noch aus den Zeiten der Gemeinde Scheden stammte, ausgemustert worden. Heute hat die Freiwillige Feuerwehr Scheden 91 Mitglieder. Davon 39 Aktive (davon 4 Frauen), 7 Jugendfeuerwehrmitglieder (davon 3 Frauen) und 45 Mitglieder in der Altersabteilung. Die Jugendfeuerwehr versieht ihren Dienst gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Dankelshausen. Übungsdienst der Aktiven findet einmal wöchentlich statt, ebenfalls wöchentlich der Dienst der Jugendfeuerwehr. Zur großen Freude hat die Feuerwehrkameradschaft Scheden heute 219 Mitglieder, die durch ihre kameradschaftliche und finanzielle Unterstützung ihre ganz besondere Verbundenheit zu ihrer Feuerwehr zum Ausdruck bringen. Neben der „klassischen“ Brandbekämpfung wurden uns im Laufe der Jahre immer mehr Aufgaben übertragen: Technische Hilfe, Ölschadensbekämpfung und der Katastrophenschutz. Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 ist Bestandteil der Kreisfeuerwehrbereitschaft West des Landkreises Göttingen. Unverzichtbar ist auch die ständige Aus- und Fortbildung der aktiven Kameraden und die bestmögliche Ausrüstung um erfolgreiche Einsätze zu gewährleisten. In 70 Jahren hat sich in Scheden vieles verändert, eins ist aber geblieben – der Einsatzwille derSchedener Feuerwehr, sich im Ernstfall mit Leib und Leben für ihre Mitbürger einzusetzen.

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr